Pressemitteilung vom 14.11.2017

Für die Abschaffung der Anti-Abtreibungs-Paragraphen!

Die Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen muss ein Ende haben!

Ein breites Bündnis fordert das Ende der Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen. Das Bündnis unterstützt die Allgemeinmedizinerin Kristina Hänel, der aktuell von einem Gießener Staatsanwaltschaft Werbung für Schwangerschaftsabbrüche vorgeworfen wird, da sie auf ihrer Website mitgeteilt hat, dass sie diese durchführt. Die Kernforderung des Bündnisses ist die Abschaffung der Anti-Abtreibungsparagraphen §218 und §219 im Strafgesetzbuch. Zudem gab es aktuell Hausdurchsuchungen durch die Frankfurter Polizei, die mit der Teilnahme an einer Demonstration gegen fanatische religiöse Abtreibungsgegner begründet wurden.

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Die Sprecherin Martina Wronka des Bündnisses betonte, „Dass Schwangerschaftsabbrüche anders behandelt werden als andere medizinische Eingriffe, ist für uns ein Skandal. Schwangeren muss es erlaubt sein, selbst zu entscheiden, ob sie einen Schwangerschaftsabbruch wollen. Es muss aufhören, dass Schwangere, die einen Abbruch wollen, gemaßregelt, statt unterstützt werden. Sie müssen sich außerdem frei informieren können, wer diesen Eingriff vornehmen kann und eine eigene Ärzt*innenwahl treffen können.“

„Dass auch noch Hausdurchsuchungen bei Personen stattfinden, die sich gegen religiöse Fanatiker stellen, ist nicht hinnehmbar“, so die Sprecherin des Bündnisses weiter. „Wir fordern die längst überfällige Abschaffung aller Anti-Abtreibungs-Paragraphen und ein Ende der Kriminalisierung gegen Aktivisten, die auch für Schwangere das Recht auf körperliche Selbstbestimmung fordern!“

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Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, mobilisiert das Bündnis für den 24. November nach Gießen, wo an diesem Tag der Prozess gegen Kristina Hänel stattfindet und ruft abends zu einer Kundgebung in Frankfurt auf.

Termine

24. November 2017, 8.30 Uhr, Protest vor dem Landgericht Gießen

24. November 2017, 17.00 Uhr, Demonstration in Frankfurt für die Abschaffung der Anti-Abtreibungsparagraphen; Treffpunkt vor Pro Familia

Weitere Ankündigungen folgen!